Tarifvertrag der wohnungs- und immobilienwirtschaft brandenburg

Schon vor der Coronavirus-Pandemie hat sich Europas größte Volkswirtschaft verlangsamt. 2019 wuchs die Wirtschaft um minus 0,6 Prozent, die schwächste Entwicklung seit 2013, inmitten der sich verlangsamenden heimischen Automobilindustrie und schwacher Warenexporte aufgrund der globalen Handelsspannungen. Die Mietrenditen in Deutschland sind schlecht bis moderat, was zum Teil auf die jüngsten Preissteigerungen zurückzuführen ist, vor allem aber, weil Investitionen in den Wohnungsbau (einschließlich Buy-to-let) früher stark durch Steuererleichterungen subventioniert wurden. Viele Deutsche leben in Mietwohnungen, 51,8 Prozent der deutschen Haushalte besitzen laut Eurostat ihre Wohnungen. Um der starken Nachfrage gerecht zu werden, ist die Bautätigkeit in Hamburg in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Tatsächlich hat der Hamburger Senat kürzlich ein Neubauziel von 10.000 Wohnungen pro Jahr festgelegt, und der Stadtrat plant, weitere große zusammenhängende Flächen für den Wohnungsbau auszuweisen. Abgesehen von der angespannten Wohnungsversorgung besteht ein Problem darin, dass sich Flüchtlinge in Großstädten wie Berlin ansiedeln, wo das Wohnungsangebot noch knapper ist. Sie konkurrieren um Wohneinheiten mit Einheimischen und Migranten (hauptsächlich aus anderen Teilen Europas), die im Land arbeiten, was zu einem weiteren Druck auf die Häuserpreise führt. Die konservative Kreditaufnahme der Deutschen wird oft auf die Hyperinflation in den 1920er Jahren zurückgeführt, sagt der Immobilienökonom Jochen Moebert von der Deutschen Bank. Die Änderungen der Steueranreize dürften jedoch eine bessere Erklärung für den allgemeinen Rückgang der Hypothekarkredite zum BIP-Verhältnis sein.

Wir befinden uns nun seit acht Wochen in der sogenannten “Corona-Krise”. Bislang hat die Immobilienbranche die Krise ziemlich gut überstanden. Das wird sich jedoch ändern, denn die Auswirkungen von Einkommensverlusten oder Konkursen stehen noch aus. Dennoch gibt es keinen Grund zur Panik. Im Gegensatz dazu haben Darlehen mit IRF von bis zu einem Jahr nie mehr als 20 % der neu genehmigten Darlehen überschritten und sind 2019 auf nur 11 % der gesamten genehmigten Darlehen zurückgegangen. Dieses Zinsprofil gibt dem deutschen Wohnungsmarkt, der tendenziell nicht unter plötzlichen Einbrüchen im Immobilienwert leidet, eine erhebliche Stabilität. Von durchschnittlich 476.000 Genehmigungen im Jahresdurchschnitt von 1992 bis 1999 sanken die Bewilligungen von 2001 bis 2015.In 2019 erheblich auf durchschnittlich 222.000 Genehmigungen pro Jahr, die Bewillikgenehmigungen stiegen laut Destatis um 3,8 % auf 360.578, während die Fertigstellung von Wohnungen um 2 % auf 293.000 Einheiten stieg. Mittelfristig muss das Land nach Angaben von HDB-Präsident Thomas Bauer jährlich rund 400.000 Wohnungen bauen, um Wohnungsnot in Städten zu verhindern. Der Hypothekenmarkt entsprach 42,7 % des BIP des Landes im Jahr 2019 – ein ungewöhnlich niedriges Niveau für eine entwickelte Wirtschaft, ein enormer Einbruch von 82,2 % des BIP im Jahr 1998. Im ersten Quartal 202o beliefen sich die ausstehenden Wohnungsbaukredite auf 1.488,6 Mrd. EUR (1.672,9 Mrd. US-Dollar), was nach Angaben der Deutschen Bundesbank ein Anstieg um 6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Fazit: Die COVID-19-Pandemie wirkt als Beschleuniger von Trends. Was sich bereits vor der Krise abzeichnete, beschleunigt sich weiter. Es gibt weniger Nachfrage nach der Mittelschicht von Immobilien, ob zum Wohnen oder als Buy-to-let. Die Oberschicht, wenn auch wirklich luxuriös, und die Einsteiger-Objekte dagegen verkaufen sich umso besser. Mit einem Bevölkerungswachstum von rund 4,1 % seit 2013 und einem Angebotswachstum von knapp 2 % herrscht in der Stadt eindeutig Eine Wohnungsnot. Die Fertigstellungen lagen in den letzten Jahren nur zwischen 2.000 und 3.000 Einheiten und lagen damit deutlich unter dem Ziel der Lokalen Regierung von 6.000 neuen Wohnungen pro Jahr, darunter etwa 1.000 geplante geförderte Einheiten.